PENNY DEL

03. Februar 2021

Bremerhaven und Mannheim geben die Spitze nicht her

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Halbzeit in der regionalen Gruppenphase / Ingolstadt spielt stark auf / Augsburg im Aufwind / Krefeld nach neun Niederlagen mit zwei Siegen aus drei Spielen

Die Penny DEL-Saison ist in vollem Gange. Jede Mannschaft hat mittlerweile zweimal gegen die Teams aus der eigenen Gruppe gespielt und 84 Spiele wurden planmäßig an- und wieder abgepfiffen. Dann kam jedoch, der erste Fall einer Teamquarantäne und der Ausfall der Partie zwischen den betroffenen Grizzlys Wolfsburg und den Kölner Haien. Dennoch: Es läuft rund!

Beim Blick auf das sportliche Abschneiden der Mannschaften sieht das jedoch bei einzelnen Teams ganz anders aus. Als erstes kommen da die Krefeld Pinguine in den Sinn. Nach neun Niederlagen musste Trainer Mihails Svarinskis seinen Posten räumen. Ein Nachfolger ist in Clark Donatelli gefunden worden. Der 53-jährige US-Amerikaner ist nach seiner Einreise allerdings noch in Quarantäne. So hatte Boris Blank als Interimslösung in den letzten Partien das Sagen und dessen Bilanz kann sich sehen lassen. Zwei Siege aus drei Spielen, ein 6:3 gegen die Iserlohn Roosters und ein 3:1-Erfolg bei der Düsseldorfer EG bescherten den Pinguinen die ersten Punkte.

Dennoch sind die Krefeld Pinguine abgeschlagen Letzter. Umso bitterer war es für die DEG, im Straßenbahnderby wichtige Punkte liegen zu lassen. Nach der 3:4-Niederlage in Bremerhaven gab das Team von Harold Preis zum zweiten Mal hintereinander im letzten Abschnitt eine Führung aus der Hand. So muss sich Düsseldorf aktuell mit Rang drei begnügen. Ein Platz weiter oben liegen die Eisbären Berlin hinter Tabellenführer Bremerhaven. Zwischenzeitlich eroberten die Hauptstädter sogar den Spitzenplatz, doch nach nur einem Spieltag thronten wieder die Fischtown Pinguins auf Rang eins, weil diese nach wie vor konstant gute Ergebnisse abliefern.

Das mit der Konstanz ist in Berlin so eine Sache. Die Eisbären können zwar eine überragende Heimbilanz mit sechs Siegen, darunter auch zwei gegen Bremerhaven, aus sechs Spielen vorweisen. Auswärts scheint das Team von Serge Aubin hingegen gehemmt. Da steht für den Tabellenzweiten nur ein Erfolg zu Buche, und dieser gelang lediglich beim Tabellenletzten in Krefeld. In der Yayla-Arena haben jedoch bisher ausschließlich die Auswärtsteams gewonnen. So auch die Kölner Haie, die dort jeweils sieben Tore erzielten. Zusammen mit den Grizzlys Wolfsburg und den Iserlohn Roosters haben die Haie eine Kampfgruppe um Platz vier aufgemacht – Ende offen.

Im Süden liegen die Schwenninger Wild Wings auf dem wichtigen vierten Platz. Durch den 4:0-Sieg gegen die Augsburger Panther konnte das Team vom Neckarursprung den Abstand auf die Nicht-Playoff-Ränge erstmal wieder ausbauen. Dennoch scheinen die Wild Wings ihren starken Saisonbeginn nicht bestätigen zu können. Auf vier Siege zum Auftakt folgten nur drei Siege aus acht Spielen. Auch wenn Augsburg den Sprung auf Platz vier erstmal verpasste, zeigt die Tendenz der Fuggerstädter eher nach oben. Nach vier Niederlagen zum Start, konnte Augsburg mit fünf Siegen aus den sieben Spielen danach zufrieden sein. Es wird sich zeigen, ob die 4:0-Niederlage in Schwenningen nur ein einzelner Ausrutscher oder doch mehr war.

Unbeeindruckt vom Rennen um den letzten Playoff-Platz halten die Adler Mannheim weiter die Tabellenführung in der Gruppe Süd. Trotz einiger Ausfälle marschiert das Team von Pavel Gross von Sieg zu Sieg. Zwar ließen die Kurpfälzer in Straubing überraschenderweise Punkte liegen, doch beim Comeback-Erfolg gegen Ingolstadt und dem deutlichen 6:3 in München bewiesen die Adler ihre Anspruchshaltung auf Platz eins. Eine Position, die auch die Red Bulls anstreben, doch jeweils zwei Niederlagen gegen die beiden besser platzierten Teams begründen, dass sich München aktuell nur auf dem dritten Rang wiederfindet.

Zwischen den beiden Giganten im Süden liegt der ERC Ingolstadt, vielleicht das Team der Stunde in der Südgruppe, auf dem zweiten Tabellenplatz. Besonders die zwei Auswärtssiege in München dürften dem Selbstbewusstsein der Schanzer gutgetan haben, hatte Ingolstadt zuvor erst dreimal in der bayerischen Landeshauptstadt gewonnen. Der ERC könnte auch auf Platz eins liegen, aber beim Spitzenspiel in Mannheim gab es nach einer Führung zum Start des Schlussabschnitts doch noch eine 1:2-Niederlage. Die Reaktion auf die Pleite fiel jedoch beeindruckend aus. Ingolstadt drückte aufs Tempo und holte in der Folge mit Siegen gegen Nürnberg (8:0, 7:0) und Straubing (3:2) neun Punkte aus drei Partien.