Interview

22. Dezember 2016

Christian Ehrhoff: "Das wird nicht leicht für mich"

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Emotionsgeladenes Derby: Nationalspieler kehrt morgen erstmals in seiner Karriere als ein Gegenspieler der Krefeld Pinguine an die alte Wirkungsstätte zurück

Das 225. DEL-Spiel von Christian Ehrhoff dürfte eines der schwersten in der gesamten Karriere des Verteidigers der Kölner Haie werden. Denn wenn der Ex-NHL-Profi am kommenden Freitag mit dem KEC in seiner Heimat Krefeld antritt, dann sind Emotionen vorprogrammiert. Sowohl bei Ehrhoff, der nur fünf Kilometer vom KönigPALAST entfernt wohnt, als auch auf den Rängen. Der Wechsel nach Köln vor knapp zwei Monaten schlug in der Seidenstadt hohe Wellen und sorgte bei den meisten KEV-Fans für Enttäuschung. Jetzt steht die Rückkehr an. 

Christian, was ist schwerer: Spiel sieben in einem Stanley Cup-Finale oder die Partie am Freitag bei deinem Heimatclub?
Puh, wenn ich das jetzt schon wüsste. Rein sportlich gesehen natürlich ein Stanley Cup-Finale, auch von den Emotionen her. Am Freitag aber wird es sicherlich auch emotional werden, aber eben auf einer anderen, sehr persönlichen Ebene.  

4138 Christian Ehrhoff: Zurück in Krefeld!

Was  glaubst du, was dich in Krefeld erwartet?
Also mit Applaus rechne ich jetzt nicht unbedingt (lacht). Aber ernsthaft: Ich verstehe die Emotionen, unabhängig davon wie sie ausfallen. Manche werden pfeifen und manche werden das mittlerweile alles etwas neutraler sehen. Letztlich geht es ja auch nicht um mich, sondern darum, dass zwei Mannschaften ein Eishockeyspiel gewinnen wollen. Dennoch würde ich lügen, wenn ich sage, dass alles spurlos an mir vorbei geht. Das wird auch für mich nicht leicht. Aber da muss ich jetzt durch.  

Viele Sportler, die an ihre langjährige Wirkungsstätte zurückkehren, verzichten bei einem Tor auf den Jubel. Wie würdest du reagieren?
Daran denke ich gar nicht. Ich möchte in erster Linie Tore verhindern und am Ende ein Spiel gewinnen.

Hand aufs Herz: Freust du dich auf diese Partie?
Ich freue mich auf Weihnachten. Und es gibt bestimmt Spiele, auf die ich mich mehr freuen könnte.