Interview

15. Dezember 2020

Didi Hegen: „51/49 im Herzen für Düsseldorf“

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Im Gespräch mit der der Eishockeylegende, die für Köln und Düsseldorf auf dem Eis stand

Die Saison der PENNY DEL startet mit dem rheinischen Derby. Köln triff auf Düsseldorf. Eigentlich ein Duell vor ausverkauftem Haus, in Zeiten von Corona ist das nicht möglich. Didi Hegen wird das Spiel mit Spannung verfolgen. Der ehemalige Torschützenkönig und mehrfache Deutsche Meister hat sowohl für die Haie als auch für die DEG seine Stiefel geschnürt. Wir haben mit ihm vor dem Auftakt gesprochen.

Herr Hegen, wie verfolgen Sie das Spiel am Donnerstag?

Normalerweise wäre ich natürlich im Stadion live dabei. So ein Spiel lässt man sich nicht entgehen. Aber das geht aktuell ja leider nicht. Von daher schaue ich es von der heimischen Couch.

Sie waren für beide Club aktiv, sehr erfolgreich mit Titeln zudem. Für wen schlägt Ihr Herz?

Das ist ganz schwierig. Ich bin regelmäßig bei beiden Clubs zu Gast, es gibt noch viele Verbindungen. Ich lebe ja in Düsseldorf, von daher ist die Nähe zur DEG etwas dichter. Wenn ich mich festlegen muss: 51 Prozent zu 49 Prozent für die DEG.

Nun findet das Derby unter gänzlich andere Voraussetzungen statt.

Das ist richtig und ist ungewohnt. Aber ich bin ganz sicher, dass alle Spieler extrem froh sind, dass es endlich wieder los geht. Und für Motivation muss eh nicht gesorgt werden. Derbys waren und sind immer etwas ganz Besonderes.

Dieter „Didi“ Hegen absolvierte über 300 Spiele für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft und nahm neben zahlreichen Weltmeisterschaften auf an fünf Olympischen Spielen teil. Seit 1980 spielte Hegen in der damaligen 1. Bundesliga und stand nach Gründung der DEL noch in 278 weiteren Partien in Deutschlands höchster Spielklasse auf dem Eis. Insgesamt gewann „Didi“ sieben Titel im Oberhaus (Kölner Haie ´87, ´88, Düsseldorfer EG ´90, ´91, ´92, ´96, Hedos München ´94).

Lassen Sie uns gedanklich an Ihren Derbys teilhaben. Wie lauten die Highlights?

Puh, da gab es so viele. Wirklich. Aber immer in Erinnerung bleibt bei mir ganz sicher das Spiel Fünf 1991 in Köln. Wir sind dort Deutscher Meister geworden. Das ist unvergessen.

Wie verfolgen Sie aktuell Eishockey?

Ich schaue alles, was ich kann. Die U20-WM steht an und ich werde mir möglichst alle Spiele anschauen. Ich bin sehr interessiert, vor allem auch im Nachwuchsbereich. In Zeiten von Corona ist ja vieles nicht möglich. Aber ich schaue ansonsten auch sehr gerne Spiele der DNL. Die Qualität ist sehr oft sehr gut, das deutsche Eishockey macht gerade im Nachwuchsbereich sehr vieles sehr gut.

Ihre Trainertätigkeit in Duisburg ist vorbei. Wie lautet Ihre Planung für die kommende Zeit?

Mir macht die Arbeit als Trainer sehr viel Spaß. Und natürlich möchte ich wieder zurück an die Bande. Wenn man vom Eishockey so sehr positiv beeinflusst ist wie ich, dann kann man sehr schwer los lassen. Die Zukunft wird zeigen, ob und was sich ergibt.