PENNY DEL

18. Mai 2021

„Man hat das Potential im Eishockey gesehen“

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

PENNY DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke über die Saison 2020/21 und die Spielzeit 2021/22

Hinter allen Clubs, Spielern, Gesellschaftern sowie natürlich auch dem Ligabüro in Neuss liegen verdammt harte und arbeitsintensive Wochen und Monate. „Wir haben ja quasi 24/7 in der heißen Phase durchgearbeitet“, sagt Geschäftsführer Gernot Tripcke. Sein Saisonfazit fällt grundsätzlich positiv aus. Mit Blick auf die neue Saison gibt es weiterhin Unwägbarkeiten in Zeiten von Corona.

Tripcke über die TV-Zahlen der abgelaufenen Spielzeit: „Man hat das Potential im Eishockey gesehen. Natürlich haben uns allen die Zuschauer extrem gefehlt, so eine Saison möchte keiner nochmal haben. Die TV-Zahlen freuen uns zugleich umso mehr. Insgesamt haben 13,5 Millionen die Spiele der Hauptrunde gesehen. Der Schnitt von 50.000 pro Spiel lag doppelt so hoch wie in der Vorsaison. In den Play-Offs schauten nochmal 2,5 Millionen zu, durchschnittlich fast 120.000, im letzten Finale zwischen Berlin und Wolfsburg bis zu 170.000.

Tripcke über die neue Saison: „Wir starten am 09. September mit dem ersten Spiel, der erste Spieltag wird am 10. September dann komplettiert. Es kann ja durchaus sein, dass wir mit 15 Teams in die Saison starten. Dann können wir aufgrund von Terminen die Playoffs lediglich im Best of Five-Modus spielen. Da haben wir leider keine Alternative, da sowohl die Olympischen Spiele als auch nach der Saison wieder eine Weltmeisterschaft ansteht.“

Tripcke über die Lizenzprüfungen: „Letztlich ist es ein normaler, jährlicher Vorgang. Bis zum 25. Mai müssen alle Clubs die Unterlagen abgeben. Selbstverständlich prüfen wir auch den sportlichen Aufsteiger der DEL2 ausführlich. Da stehen sowohl für Kassel als auch für Bietigheim gerade in Puncto Stadien noch Themen an, die geklärt werden müssten. Das ist allen Beteiligten klar. Die Flexbanden sind zum Beispiel Pflicht, ebenso TV-taugliche Beleuchtung.“

Tripcke über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Saison: „Es war uns allen bewusst, dass es wirtschaftlich zu Ausfällen kommen wird. Insgesamt werden wir bei 60 bis 70 Millionen ligaweit weniger auslaufen, denke ich.“

Tripcke über die Planungen der Clubs: „Es ist ein vorsichtiger Kaufmann gefragt. Die Clubs können nur das Geld ausgeben, welches auch da ist. Das Thema Zuschauer ist nach wie vor eine Unbekannte, damit kann man nicht planen. Als Ersatz dürfen aber die noch nicht abgerufenen staatlichen Zahlungen aus der Coronahilfe Profisport angesetzt werden, die insgesamt ja auf 1,8 Millionen Euro pro Klub erhöht wurden.“