Interview

09. Februar 2021

„Möchte mir beweisen, dass es kein Zufallsjahr war“

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

DEG-Topscorer Daniel Fischbuch im Interview

Die Düsseldorfer EG ist durch den 3:0-Sieg gegen den rheinischen Rivalen aus Krefeld am vergangenen Freitag zurück in der Spur. Großen Anteil am souveränen Erfolg nach zuvor drei Niederlagen in Serie hatte wieder einmal Daniel Fischbuch. Der 27-Jährige kehrte im letzten April nach drei Jahren in Berlin und einer Spielzeit in Nürnberg zurück in seine zweite Heimat. Im Interview spricht der Top Scorer der DEG über den bisherigen Saisonverlauf, seine neue Rolle auf dem Eis und das Zusammenspiel in seiner Reihe.

Daniel, am Freitag gelang euch endlich wieder ein Sieg. Was waren aus deiner Sicht die Gründe für die negative Serie zuletzt und war das Spiel gegen Krefeld wieder ein Zeichen für einen Aufwärtstrend?

„Wir haben die drei Spiele verloren, weil wir nicht über 60 Minuten unser Spiel durchgezogen haben. Wir hätten die Spiele auch gewinnen können, haben aber die Kleinigkeiten in den wichtigen Momenten falsch gemacht. Die Partie gegen Krefeld war wieder ein Schritt in die richtige Richtung, wir haben es ordentlich gespielt. Und die Sachen, die wir gut und richtig gemacht haben, wollen wir jetzt in die nächsten Wochen mitnehmen.“

Für dich persönlich läuft es nach deiner Rückkehr zur DEG von Beginn an sehr gut. Inwieweit hast du dich, im Vergleich zu deiner ersten Zeit in Düsseldorf, als Spieler auf dem Eis und in der Kabine verändert?

„Jetzt habe ich auf jeden Fall eine andere Rolle, als ich früher hatte. Ich übernehme viel mehr Verantwortung und versuche, die Mannschaft zu führen. Früher hatte ich als junger Spieler einen ganz anderen Stellenwert, da hat man eher zugehört. Jetzt mache ich das, was damals die älteren Spieler gemacht haben und sage auch in der Kabine, wenn etwas nicht läuft.“

Beim Blick auf deine Zahlen fällt auf, dass die Werte in Nürnberg geradezu explodiert sind. Hast du dieses Selbstvertrauen aus der letzten Saison mit nach Düsseldorf genommen?

„Durch die Rolle, die ich mir in Nürnberg erarbeitet habe, ist mein Selbstvertrauen ziemlich gestiegen. Und das ziehe ich gerade weiterhin so durch. Ich denke gar nicht daran, mich auf dem letzten Jahr auszuruhen. Ich möchte mir selber beweisen, dass es kein Zufallsjahr war. Und daran arbeite ich jeden Tag sehr hart.“

Aktuell bist du sogar Top-Scorer der PENNY DEL mit sieben Toren und 14 Vorlagen. Was macht dich so stark momentan? Ist das auch ein Stück weit ein Lauf, den du hast?

„Indem ich, wie gesagt, eine andere Rolle habe. In Berlin etwa wurde ich in der dritten oder vierten Reihe eingesetzt und mein Job war eher in der Defensive. Aber jetzt traue ich mir mehr zu und nutze meine Stärken aus. Durch meine technischen Fähigkeiten und das Läuferische erarbeite ich mir viel. Ich kann das Spiel gut lesen und suche den Pass. Ich gebe lieber den Pass zu einem Tor, als selber ein Tor zu schießen. Und in Berlin hatte ich drei oder vier Minuten Eiszeit pro Spiel und jetzt habe ich so um die 18 Minuten im Schnitt. Dadurch bekomme ich mehr Chancen.“  

Welchen Anteil haben denn deine beiden Reihenpartner Ken André Olimb und Eugen Alanov?

„Wir wissen, wie der andere denkt und lenkt. Alle drei von uns arbeiten sehr hart und dadurch machen wir es uns auch ziemlich einfach miteinander. Wir versuchen immer schnell die Scheiben zurückzuerobern, so entstehen die Möglichkeiten.“

Aufgrund der Corona-Situation ist ja die Saison ohnehin sehr besonders. Hast du dich eigentlich inzwischen daran gewöhnt, ohne Zuschauer zu spielen?

„Es ist immer noch sehr komisch und ungewohnt. Klar, man gewöhnt sich zwar etwas dran. Aber wir vermissen die Atmosphäre und die Fans im Stadion schon sehr. Die die Mannschaft pushen und motivieren, das fehlt definitiv.“