PENNY DEL

25. September 2021

Pfiff des Tages: Der Gamewinner in Berlin am sechsten Spieltag

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Erklärung zum entscheidenden Treffer in der Neuauflage des Finales von 2021

Am sechsten Spieltag sorgte der Treffer in der Verlängerung der Partie zwischen den Eisbären Berlin und den Grizzlys Wolfsburg für hitzige Diskussionen unter den Fans. Im Folgenden wollen wir die zugrundeliegende Regel erklären und erläutern, weshalb die getroffene Entscheidung der Schiedsrichter das Tor zu geben korrekt war.

Regel 63.7

Auf ein Tor wird entschieden, wenn ein angreifender Spieler, der "eine unmittelbare Torchance" hat, am "Erzielen eines Tores gehindert" wird, weil ein verteidigender Spieler oder Torhüter den Torpfosten "absichtlich oder versehentlich" verschoben hat und es muss festgestellt werden, dass der Puck zwischen den normalen Positionen der Torpfosten in das Tor gelangt ist.

Wichtig sind in dieser Regel drei Punkte:

  1. Das Tor wird von einem verteidigenden Spieler oder Torhüter verschoben. Es ist dabei unerheblich, ob dies absichtlich geschieht oder es ein Versehen ist.
  2. Das angreifende Team muss eine unmittelbare Torchance haben.
  3. Der Puck muss die Torlinie zwischen den normalen Positionen der Torpfosten überqueren.

Der Blick auf die Szene zeigt, dass das Tor vom Berliner Torhüter verschoben wird. Während das Gehäuse aus der Verankerung gerät, ist der Puck bereits auf dem Weg zum Wolfsburger Spieler Trevor Mingoia, der den Puck mit einer Direktabnahme auf das Tor bringen wird. Dies ist eine „unmittelbare Torchance“. Der Puck überquert die Torlinie zwischen den normalen Positionen der Pfosten.

Damit sind alle drei Kriterien erfüllt, nach denen dem angreifenden Team nach vorliegender Regel ein Tor zugesprochen werden kann.