NHL

08. Oktober 2020

Stimmen zum NHL Draft 2020

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Tim Stützle: „Ich glaube. mir hätte nichts Besseres passieren können.“

Zwei Spieler in der ersten Runde gezogen und ein Dritter nur etwas später an Position 34: Der NHL Draft 2020 war der erfolgreichste in der deutschen Eishockeygeschichte. Mannheims Tim Stützle wurde wie Leon Draisaitl 2014 an Position drei gezogen und ist jetzt Teil der Organisation der Ottawa Senators. Es folgte Lukas Reichel von den Eisbären Berlin, der von den Chicago Blackhawks an Position 17 gezogen. Zum Start der zweiten Runde sicherten sich die Buffalo Sabres an Position 34 die Dienste von John Peterka vom EHC Red Bull München.

Das sagen die drei Youngster zum NHL Draft 2020

Tim Stützle über…

…die SMS seines zukünftigen Mitspielers Thomas Chabot:

 „Ja Thomas Chabot und Brady Tkachuk haben mir beide geschrieben, dass sie es unfassbar cool finden, dass ich von ihnen gezogen wurde. Dass ich auf jeden Fall der richtige Spieler bin, der das alles da umdrehen kann, um auch dem Neuaufbau weiterzuhelfen. Dass sie es kaum erwarten können, bis ich da bin. Das finde ich einfach eine sehr, sehr coole Geste und hat mit selbstverständlich total gefreut!“

…über die bisherigen Gespräche mit den Ottawa Senators und seine Chance, dort schon bald NHL zu spielen:

„Ich glaube, mir hätte nichts besseres passieren können. Ottawa ist in einem sehr, sehr großen Neuaufbau. Sie waren unfassbar an mir interessiert und wollten mich auch unbedingt haben! Wir hatten auch schon sehr gute Gespräche. Ich habe in den nächsten Tagen mehrere Meetings mit denen und sehe, was dabei rumkommt. Mein Ziel ist, auf jeden Fall so schnell wie möglich nach Ottawa zu gehen und dort mein Ziel und meinen Traum zu verwirklichen.

…über den Druck, als First-Round-Pick in der kanadischen Hauptstadt zu spielen:

„Also erst einmal bin ich unglaublich glücklich, dass es geklappt hat. Ich meine, für die Hauptstadt von Kanada spielen zu dürfen, vielleicht irgendwann einmal, das war schon immer einmal ein Traum von mir. Kanada ist das Mutterland des Eishockeys, also ich glaube, es ist immer Druck, dort zu spielen. Aber ich habe auch letztes Jahr bereits unter Druck gespielt und musste jedes Spiel abliefern. Ich war im Profibusiness, da muss man in jedem Spiel abliefern und auch jedes Spiel bzw. jedes Training seine Leistung zeigen und alles geben. Deswegen kann ich es kaum erwarten.“

…über sein vergangenes Jahr in der Penny DEL:

„Ich glaube, dass komplette Jahr hat mir sehr weitergeholfen – Mannheim ist eine Top Organisation. Ich hatte direkt die Möglichkeit, mit Ben Smith und Tommi Huhtala zwei super Mitspieler an meiner Seite zu haben. Mit zwei Veteranen, die mir unglaublich weitergeholfen haben und mich jeden Tag besser machen wollten. Und es ist auch ein entscheidender Punkt, dass ich jeden Tag mit Männern und erwachsenden Jungs trainiert und gegen sie auch gespielt habe. Dass ich von allen Spielern etwas mitnehmen konnte, war eigentlich keine Frage. Jeder hat mir geholfen und mich besser gemacht.“

…über die aktuelle Situation:

„Ich versuche, das beste daraus zu machen. Natürlich würde ich lieber spielen als nur zu trainieren, aber im Endeffekt war es gut für mich, dass ich einen langen Sommer hatte. Ich konnte an vielen Kleinigkeiten arbeiten. Ich habe noch einmal Muskelmasse zugelegt und habe mehr Kilogramm, um auch besser gegen Männer spielen zu können.

Lukas Reichel über…:

…seinen überraschten Gesichtsausdruck bei der Ziehung seines Namens und dem Pick seines Lieblingsteams:

„Ich war sehr überrascht darüber! Ich hatte schon gute Gespräche mit Chicago und sie haben auch Interesse gezeigt. Ich habe aber niemals damit gerechnet, dass ich an 17. Stelle gedraftet werde. Und dann noch von meinem Lieblingsteam! Das ist wirklich eine riesige Sache!“

…das Testspiel der Eisbären Berlin gegen sein zukünftiges Team in der vergangenen Saison:

„Es war ein großes Spiel für mich und hat mir sehr viel Erfahrung gebracht. Einfach am Bully zu stehen mit Kane und Toews war unglaublich. Und generell gegen Chicago zu spielen. Jetzt wurde ich von denen gepickt – das ist ein unbeschreibliches Gefühl!

…die Bedeutung der ersten Runde:

„Also ich denke, es ist einfach eine Nummer. Man muss dennoch daraus was machen. Aber es gibt einem direkt einen Schub, wenn man in der ersten Runde gepickt wird, egal wo man spielt. Und natürlich gibt das auch Selbstvertrauen. Es ist mehr Ehre als Belastung.“

…über seinen Plan, direkt NHL zu spielen oder einen Verbleib in der Penny DEL:

„Ja klar, wenn das Team sagt: Ich bin bereit, dann bin ich es auch! Ich denke aber, dass ich noch mindestens ein Jahr brauche, um in Berlin mehr Eiszeit zu bekommen, eine größere Rolle zu spielen und an mir arbeiten kann.“

…über die aktuelle Situation:

„Klar ist das eine blöde Situation. Aber wir müssen einfach das beste daraus machen. Jetzt kann ich nicht mehr machen als zu trainieren und mich im Training zu verbessern. Ich meine, wir haben aktuell von LA fünf Prospects bekommen, die trainieren auch mit uns mit. Bei denen gucke ich auch, was die anders machen, was ich daraus lernen kann.

John Peterka über…

… sein Ziel mit den Buffalo Sabres:

„Mein Ziel ist, so schnell wie möglich in der NHL zu spielen und mit den Buffalo Sabres einen Stanley Cup zu gewinnen."

… über die Buffalo Sabres

„Ich habe ein sehr gutes Gefühl, weil mir Buffalo Vertrauen entgegengebracht hat. Sie haben gezeigt, dass sie mich unbedingt haben wollten. Das ist eine gute Organisation. Vor dem Pick war ich wieder sehr aufgeregt. Umso erleichterter bin ich jetzt, dass es in der zweiten Runde geklappt hat.“