DEB-Team will sich gegen Slowakei belohnen
Der Frust war schnell abgehakt, nun will das Team des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) Lust machen - Lust auf mehr! Denn nach einem höchst respektablen Start gegen zwei Top-Favoriten bei der 2013 IIHF Weltmeisterschaft gilt es nun, auch die nötigen Punkte einzufahren. Den Auftakt macht heute (15.00 Uhr live in SPORT1) die Partie gegen die Slowakei.
Gegen den Vize-Weltmeister von 2012 gehen die Männer von Bundestrainer Pat Cortina nach dem 3:4 gegen WM-Gastgeber Finnland und dem 1:4 gegen Rekord-Weltmeister Russland selbstbewusst in die Partie.
Unmittelbar nach der Niederlage gegen Weltmeister Russland beherrschte natürlich noch Enttäuschung die Szene. \"Da wäre mehr drin gewesen. Das frustrierende ist\", resümierte Kapitän Christian Ehrhoff, \"dass wir aufgrund unseres Auftritts in beiden Spielen nur einen Zähler haben, aber den einen oder anderen mehr verdient gehabt hätten.\"
Besonders der nicht gegebene 2:2-Ausgleichstreffer durch André Rankel, bei dem der Schiedsrichter auf Torraumabseits entschied, sorgte für große Enttäuschung.
Statt aber nach der überaus unglücklichen Niederlage noch lange Frust zu schieben, galt die Konzentration schnell der heutigen Partie gegen die Slowakei. \"Beide bisherigen Auftritte waren sehr gut. Wir müssen diese Leistung weiter abrufen, dann werden wir auch irgendwann belohnt\", weiß Rankel, der gemeinsam mit seinen Nebenleuten Marcel Goc und Felix Schütz viel Eiszeit erhielt und - wie eigentlich jeder einzelne Spieler - zu den Aktivposten zählte.
Leichter wird die Aufgabe gegen die Slowakei auf keinen Fall. Einem 6:2 über Frankreich folgte ein knappes 0:2 gegen Finnland. Bedeutet: Auch die slowakische Auswahl will unbedingt in die Erfolgsspur zurück finden. Entsprechend motiviert werden beide Nationen in der Hartwall Arena erwartet.
Ein Wiedersehen gibt es in der heutigen Begegnung übrigens mit den Ex-DEL-Cracks Martín Bartek und Jozef Stümpel. Während Bartek für Duisburg, Essen (2. Bundesliga), Kassel und Köln (zusammen mit Moritz Müller, Torsten Ankert und Christoph Ullmann) spielte, kennen die älteren deutschen Fans den ehemaligen NHL-Crack Stümpel noch aus seiner Zeit bei den Kölner Haien. Anfang der 90er Jahre schnürte der Stürmer sowohl in der 1. Bundesliga als auch in der später gegründeten DEL die Schlittschuhe für den KEC.
Freundschaften sind heute für mindestens 60 Minuten aber auf Eis gelegt. Die deutsche Mannschaft will den unbedingten Erfolg. Motto: Aus Frust mach' Lust. Der erste Sieg soll her. \"Wenn wir diesmal schlecht spielen, aber dafür gewinnen, soll mir das auch egal sein\", meinte Marcus Kink.