Einer will den Heimfluch, der andere ihn brechen

Der Heimvorteil spielt im Sport eine entscheidende Rolle - heißt es. Ausgerechnet das DEL-Finale 2013 stellt die Rolle der Fans als \"siebter Mann\" aber massiv in Frage - zumindest statistisch gesehen. Denn in allen sechs Partien, in denen die Haie in dieser Saison auf die Eisbären getroffen sind, haben sich die jeweiligen Gäste vom Ballyhoo der Heim-Fans nicht kirre machen lassen. Im Gegenteil: Der das eigene Team unterstützende Krach wirkte eher als Katalysator - für das Auswärtsteam.

So war es in Spiel 1 in der Domstadt, als seltsam gebremste Haie von furios aufspielenden Eisbären im ersten Durchgang überrannt wurden. So war es in Spiel 2 in Berlin, als die Haie ihrerseits den Eisbären von Beginn an den Schneid abkauften - und am Ende die Serie ausgleichen konnten.

Die Frage vor dem heutigen Teil 3 der DEL-Finalserie 2013 (ab 20.15 Uhr live bei ServusTV) heißt also: Wer legt als Erster die Manschetten in der eigenen Arena ab? Die Eisbären haben an der Beantwortung dieser Frage naturgemäß weniger Interesse. Denn wenn in der Serie Best-of-Five jedes Team ausschließlich seine Auswärts-Duelle dominiert, holen die Eisbären den dritten Titel in Folge: Schließlich steigt Spiel fünf - sofern es zustande kommt - in der Domstadt.

Die Kölner indes können auf den Umstand verweisen, dass in 83 Prozent der Fälle, da ein Team Spiel 2 gewinnen konnte, dieses später auch Meister wurde: Eigentlich wunderbar, wenn nicht ausgerechnet die Berliner bei ihren Meister-Titeln 2008, 2009 und 2012 jeweils die zweite Partie verloren hätten...

Statistik hin oder her: Nach Teil 3 heute Abend in der ausverkauften LANXESS arena sind alle schlauer!

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