EURO HOCKEY CHALLENGE: Heute zweiter Vergleich mit Team Belarus
Nicht schlecht gespielt, aber noch Luft nach oben – So ungefähr lautete das Fazit der deutschen Nationalspieler nach der gestrigen 3:4-Penaltyniederlage gegen Gastgeber Weißrussland im Rahmen der EURO HOCKEY CHALLENGE. Vor 8.500 Zuschauern in der nur etwas über die Hälfte besetzte Minsk Arena zeigte die Mannschaft von Bundestrainer Pat Cortina zwar eine solide Leistung, beim zweiten Vergleich heute in Soligorsk (16 Uhr, deutsche Zeit) sollte aber eine Leistungssteigerung her, um zumindest mit einem Erfolgserlebnis im Gepäck am Sonntagmittag die Rückreise antreten zu können. So sieht es auch Mannheims Florian Kettemer: „Wir wollen uns auf jeden Fall mit einem Sieg aus Weißrussland verabschieden.“
Dass das durchaus im Bereich des Möglichen liegt, zeigte die DEB-Auswahl gestern bereits in Ansätzen, über 60 Minuten fehlte der jungen deutschen Mannschaft verständlicherweise aber noch der Feinschliff. „Dafür, dass wir erst zwei Tage zusammen sind, war die Leistung in Ordnung. Wir haben mit Leidenschaft gespielt“, resümierte Cortina, der allerdings auch ein kleines Haar in der Suppe fand: „Im ersten Drittel waren die Weißrussen besser, weil sie mehr gelaufen sind als wir. Das haben wir ab dem zweiten Drittel dann auch gemacht. So haben wir gut ins Spiel gefunden.“
Natürlich liegt auch heute im zweiten Match der Vorteil bei den Gastgebern, die alleine auf acht Spieler von Dynamo Minsk zurückgreifen können und dementsprechend eingespielt sind. Was man phasenweise durchaus sehen konnte. Besonders in Überzahl lief die Scheibe gut. Der Lohn dafür: Alle drei Treffer erzielte „Team Belarus“ im Powerplay. „Die Specialteams haben den Unterschied gemacht“, nickte auch Stürmer Patrick Buzas von den Thomas Sabo Ice Tigers und fügte an: „Da müssen wir uns steigern. Ich finde nämlich, dass wir bei Fünf gegen Fünf eigentlich die bessere Mannschaft sind.“
Nach einer kurzen Einheit am Morgen geht es für die deutsche Auswahl am Mittag in das rund zwei Autostunden entfernte Soligorsk. Dort erwartet beide Teams das Gegenteil von der schmucken Minsk Arena. Denn das kleine Stadion in Soligorsk fasst nur deren 1.800 Zuschauer. Der weißrussische Verband hatte die Partie extra an diesen Standort gellegt, um auch den Fans in kleineren Städten des Umlandes die Möglichkeit zu geben, ihre Nationalmannschaft einmal live zu sehen. Eine gute Idee, wie auch Cortina findet: „Hockey ist Hockey. Es spielt keine Rolle, wo es gespielt wird.“