Janne Juvonen ist Spieler des Jahres in der PENNY DEL

Torhüter der Kölner Haie wird bei Award Show in Köln gleich zweimal ausgezeichnet / Verteidiger Nicolas Mattinen, Stürmer Riley Barber, Trainer Kari Jalonen, Nachwuchsspieler Fabio Kose und die Kölner Haie sind die weiteren Preisträger

Die Entscheidung ist gefallen: Janne Juvonen ist „Spieler des Jahres“ in der Deutschen Eishockey Liga (PENNY DEL). Der 31-jährige Torhüter von den Kölner Haien konnte die Siegertrophäe im Rahmen der Award Show aus den Händen von Gernot Tripcke, dem Geschäftsführer der PENNY DEL, entgegennehmen. „Das ist ein großartiges Gefühl. Vor allem, nachdem ich im Sommer keinen Verein hatte und ganz alleine trainieren musste“, sagte Juvonen, der im Oktober nach einer sechsmonatigen Pause zu den Haien gekommen ist. Die Ehrung der besten Akteure der Liga fand am Montagabend im "Wartesaal am Dom" in Köln statt und wurde als Live-Fernsehshow bei MagentaSport ausgestrahlt.

Eine besondere Überraschung für Juvonen, der in der Hauptrunde mit mehr als 93 Prozent die beste Fangquote aller Torhüter in der PENNY DEL hatte und seinen Vertrag bei den Haien vor wenigen Tagen um drei Jahre verlängert hat, war eine kleine Laudatio des finnischen Botschafters in Deutschland, Kai Sauer. "Das ist natürlich ein großartiger Preis für Janne, zumal es meines Wissens das erste Mal ist, dass ein Spieler aus Finnland diesen Preis gewonnen hat", sagte Sauer über den Spieler des Jahres, der – wie Besten in den Kategorien Torhüter, Verteidiger, Stürmer und Trainer der diesjährigen Hauptrunde in der PENNY DEL – von den Kapitänen, Trainern und Sportlichen Leitern der 14 Clubs sowie von Experten des Fachmagazins Eishockey NEWS, von MagentaSport und der PENNY DEL gewählt wurde.

Juvonen hatte in der Award Show, die von Konstantin Klostermann und dem ehemaligen Nationalspieler Christoph Ullmann moderiert wurde, zuvor bereits den Pokal als "Bester Torwart" gewonnen. Dabei erhielt der Finne 71 Prozent der Stimmen und setzte sich damit deutlich vor dem deutschen Nationalkeeper Maximilian Franzreb (20 Prozent) von den Adlern Mannheim durch. In der Rubrik „Verteidiger des Jahres“ wurde dessen kanadischer Mannschaftskamerad Nicolas Mattinen ausgezeichnet, der bereits 2024 diesen Award gewonnen hatte. „Ich habe seitdem versucht, mein Spiel weiter zu verbessern – aber natürlich gehört zu solch einem Erfolg auch die Unterstützung meiner Mitspieler, der Trainer und meiner Familie“, sagte der 32-jährige Mannheimer, der in der am Sonntag zu Ende gegangenen Hauptrunde 20 Tore erzielt hat – so viele wie kein anderer Verteidiger in der Liga. Auf Platz 2 hinter Mattinen (29 Prozent) landete in der Wahl Marcel Brandt von den Straubing Tigers (24 Prozent).
 

In der Kategorie „Stürmer des Jahres“ erhielt Riley Barber vom ERC Ingolstadt, der mit  63 Scorerpunkten in 52 Spielen eine beeindruckende Premierensaison in der PENNY DEL absolviert, die meisten Stimmen der Experten. "Es ist als Stürmer immer leichter, Tore zu erzielen, wenn man gute Mitspieler in seiner Seite hat. Daher gilt mein Dank an meine Mannschaft, mit der es riesigen Spaß macht", sagte der 32-jährige US-Amerikaner, der sich mit 25 Prozent der Stimmen knapp vor Liam Kirk (Eisbären Berlin/22 Prozent) durchsetzte. 

Als "Trainer des Jahres" wurde Kari Jalonen von den Kölner Haien ausgezeichnet. "Ich würde den Award gerne in fünf Teile zerlegen, weil mein gesamtes Trainerteam ihn verdient", erklärte der Finne, der die Haie nach der Saison in Richtung Heimat verlassen wird. "Nachdem ich als Nationaltrainer in Tschechien gearbeitet habe, wollte ich zum Ende meiner Karriere noch einmal etwas Neues erleben und habe meinen Agenten gebeten, einen Job in Deutschland in der PENNY DEL zu finden – und hier bin ich jetzt."

Jalonen, der 72 Prozent der Stimmen erhielt, hatte zuvor gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter der Kölner, Matthias Baldys, auch schon den Preis für den Titel des Hauptrundensiegers entgegengenommen. "Wenn man nach 52 Spielen ganz oben steht, darf man schon selbstbewusst sagen, dass es kein Zufall ist", sagte Baldys über das Team, das sich den 1. Platz bereits frühzeitig gesichert hatte, auf dem Weg dahin mit 16 Erfolgen hintereinander die längste Siegesserie in der Geschichte der PENNY DEL aufstellte und mit 116 Punkten am letzten Hauptrunden-Spieltag auch noch den Punktrekord der Adler Mannheim aus der Saison 2018/19 eingestellt hat. "Es ist ein Award, den sich die Mannschaft und das Trainerteam verdient haben, aber wir haben auch die große Energie der Fans gespürt."

Wie im Vorjahr kam der „Junior des Jahres" erneut von den Löwen Frankfurt. Nachfolger von Kevin Bicker wurde Verteidiger Fabio Kose. Der 19-Jährige, der für die Hessen in 40 Spielen zwei Tore und drei Vorlagen verbuchen konnte, erhielt den Preis aus den Händen von Stefan Thelen, Verantwortlicher für Sport-Inhalte bei der Deutschen Telekom, die traditionell den besten Nachwuchsspieler der Altersklasse U20 kürt. "Ich habe in Frankfurt eine Chance bekommen – und offensichtlich war die Entscheidung richtig, zu den Löwen zu gehen", sagte Kose.
 

Zum Auftakt der Award Show hatte ein Mann seinen großen Auftritt, der Eishockey-Geschichte geschrieben hat: Drei Tage nach seinem 90. Geburtstag wurde Jupp Kompalla auf der Bühne geehrt, der mehr als 2000 Erstligaspiele sowie mehr als 150 Länderspiele bei elf Weltmeisterschaften und drei Olympischen Spielen geleitet hat. Kurz darauf stand auch eine Berufsgruppe im Blickpunkt, die sonst im Hintergrund dafür sorgt, dass die Eishockey-Teams in Deutschland – von den Profis bis zu den Bambinis – sicher zu ihren Spielen kommen: Stellvertretend für alle Busfahrer im deutschen Eishockey nahmen Edwina Jeusfeld (Hammer Eisbären/Oberliga) und Stefan Ritter, der in der PENNY DEL die Fischtown Pinguins Bremerhaven fährt, den „PENNY Unsung Hero Award“ entgegen. 

Das sind die Preisträger der Award Show 2025

Torhüter des Jahres

1. Janne Juvonen (Kölner Haie/71 Prozent) 
2. Maximilian Franzreb (Fischtown Pinguins Bremerhaven/20 Prozent) 
3. Antoine Bibeau (Red Bull München/4 Prozent)

Verteidiger des Jahres

1. Nicolas Mattinen (Adler Mannheim/29 Prozent) 
2. Marcel Brandt (Straubing Tigers/24 Prozent)                   
3. Alex Breton (ERC Ingolstadt/23 Prozent)         

Stürmer des Jahres

1. Riley Barber (ERC Ingolstadt/25 Prozent)
2. Liam Kirk (Eisbären Berlin/22 Prozent)                
3. Evan Barratt (Nürnberg Ice Tigers/21 Prozent)     
       
Trainer des Jahres

1. Kari Jalonen (Kölner Haie/72 Prozent) 
2. Craig Woodcroft (Straubing Tigers/9 Prozent) 
3. Mark French (ERC Ingolstadt/8 Prozent)

Spieler des Jahres

Janne Juvonen (Kölner Haie)

Junior des Jahres:

Fabio Kose (Löwen Frankfurt)

PENNY Unsung Hero

Alle Busfahrer im deutschen Eishockey
 

Teile auf Facebook Teile auf X (Twitter)