Keine Sperre für Nicholas Ross

Der Straubinger Spieler Grant nimmt zwischen roter und blauer Linie einen freien Puck auf und zieht, um den entgegenkommenden Spieler Ross auszuweichen, zur Mitte. Als Ross merkt, dass er den Oberkörper von Grant mit der Schulter nicht erreichen bzw. checken kann, fährt er sein linkes Bein aus und trifft das linke Knie des Spielers Grant, der sich dabei verletzt und das Spiel nicht fortsetzen kann.

Die Schiedsrichter haben die Aktion zu Recht als Kniecheck mit Verletzungsfolge eingeordnet. Es steht im Ermessen des Schiedsrichters, ob er eine große Strafe nebst automatischer Spielerdauer-Disziplinarstrafe (5 + Spieldauer) ausspricht oder eine Matchstrafe. Davon haben die Schiedsrichter Gebrauch gemacht und auf 5 + Spieldauer entschieden.

Da die Schiedsrichter unter Zugrundelegung des richtigen Sachverhaltes das ihnen durch die Regel eingeräumte Ermessen ordnungsgemäß ausgeübt haben, kommt nach langjähriger Übung des DEL-Disziplinarausschusses die nachträgliche Verhängung einer Matchstrafe oder Sperrung nicht in Betracht. Daran ändert es auch nichts, dass sich die Verletzung des Spielers Grant im Nachhinein als schwer herausgestellt hat.

Das Ermittlungsverfahren war daher gemäß § 22 Abs. 2 Der Disziplinarordnung einzustellen.

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