Marcus Kink: \"Es geht ums Überleben\"

Marcus Kink hat sich durch seinen Einsatz, seiner Leidenschaft und seinem großen Kämpferherz nicht nur in die Herzen der Fans gespielt, sondern auch das Vertrauen des Cheftrainers Harold Kreis gewonnen. Seit zwei Jahren trägt der 28-Jährige, für den das Team an erster Stelle steht, nun schon das „C“ auf der Brust. Der Mann mit der Nummer 17 auf dem Rücken repräsentiert die Mannschaft nicht nur auf dem Eis, sondern auch abseits des Geschehens. Wir haben Marcus Kink vor der Abreise nach Garmisch ins Trainingslager getroffen und ihn zu seiner Meinung befragt.

Marcus Kink über…

…das letzte Heimspiel gegen Ingolstadt vor den Playoffs.

Das Spiel hatte schon einen gewissen Playoff-Charakter. Es war sehr eng und hart umkämpft. Die Intensität war förmlich zu spüren und man hat gemerkt, dass einiges auf dem Spiel stand. Der Treffer von Ken Magowan so kurz vor Schluss war der Wahnsinn. Wir mussten dieses Spiel unbedingt gewinnen, um unser Ziel zu erreichen. Die Trainer haben uns in den letzten Minuten nochmal richtig motiviert. Wir wussten, wenn wir geduldig weiterspielen und fest an uns glauben, können wir das Spiel gewinnen. Das haben wir getan und es hat geklappt.

…sein Tor zum 2:2-Ausgleich.

Wir kamen gut aus der Defensive und haben die Scheibe tief gespielt. Im gegnerischen Drittel konnten wir uns den Puck erkämpfen und zum Verteidiger spielen. Denis Reul hat dann nicht lange gefackelt und geschossen. Glücklicherweise wurde die Scheibe irgendwie abgefälscht und landete im Slot genau vor meinen Füßen. Ich musste den Puck nur noch unter Kontrolle bringen und reinhauen.

…die 52 Spiele der Hauptrunde.

Die Mannschaftsleistung in der Hauptrunde war hervorragend. Wir haben uns von Anfang vorgenommen Erster zu werden und das haben wir auch geschafft. Ich denke, das sagt alles über die Leistung der Mannschaft aus. Das Highlight für mich ist, das wir als bestes Team in die Playoffs gehen. Ich schau jetzt nach vorne und freue mich auf die kommenden Aufgaben.

…die Besonderheit der Playoffs.

Das Besondere an den Playoffs ist, dass jetzt jede Begegnung zählt. Es geht ums Überleben. Mit jedem Spiel, das man gewinnt, lebt man ein Tag länger. Das ist für uns als Sportler ein großer Anreiz, eine unglaubliche Herausforderung. Es ist toll, dass wir uns in diese Position gebracht und die bestmögliche Ausgangslage haben. Auch die Fans spielen in den Playoffs eine unglaublich wichtige Rolle. Wenn man sieht, was wir für tolle Fans haben und wie laut die Arena werden kann, dann wünschen wir uns als Mannschaft eine atemberaubende Stimmung während allen Playoff-Spielen. Der Funke kann dabei definitiv auf uns überspringen und uns antreiben. Sollte das der Fall sein, wird es jeder Gegner schwer haben, uns vor heimischer Kulisse zu besiegen.

…die möglichen Rivalen im Playoff-Viertelfinale.

Es ist nicht wichtig, wer im Viertelfinale auf uns wartet, wir können das sowieso nicht beeinflussen. Wir fahren jetzt erst mal ins Trainingslager nach Garmisch, bereiten uns mental auf die Playoffs vor und konzentrieren uns voll und ganz auf unser Spiel. Die Teams, auf die wir treffen können, haben bis zum Ende der Hauptrunde hart gekämpft, um sich das Ticket für die erste Playoff-Runde zu sichern. Die beiden letzten Viertelfinalteilnehmer werden voll unter Strom stehen und wissen, was sie gegen uns zu erwarten haben. Deshalb müssen wir im ersten Spiel sehr engagiert auftreten und hellwach sein.

(adler-mannheim.de)

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