Revanche? Deutsche Auswahl trifft erneut auf Tschechien
Auf ein Neues! Das 1:3 (0:1, 1:2, 0:0) der deutschen Nationalmannschaft gegen Tschechien am Freitagabend in Regensburg war schnell abgehakt. Nach einem gemeinsamen Abendessen im Teamhotel wollten die Nationalspieler nur noch eins - nämlich ins Bett. Schließlich steht heute (17 Uhr) in Selb schon wieder das nächste Spiel gegen den gleichen Gegner auf dem Programm.
Bundestrainer Pat Cortina konnte und wollte mit seiner engagiert auftretenden Mannschaft nach der Niederlage im Rahmen der EURO HOCKEY CHALLENGE keinesfalls zu hart ins Gericht gehen. Musste er auch gar nicht. Im Gegenteil. Der Italo-Kanadier hob vielmehr die positiven Aspekte hervor: „Solche Spiele wie heute machen uns besser und helfen in unserer Vorbereitung auf die WM. Sehr zufrieden war ich mit dem Tempo. Wir hatten eine harte Trainingswoche und haben dennoch das Tempo hochgehalten.\"
In der Tat: Nach harten und kraftzehrenden Tagen merkte man der Nationalmannschaft den Substanzverlust zwar (noch) nicht an, dennoch fehlte hier und da die Abstimmung. „Das ist aber normal. Wir befinden uns halt in der Vorbereitung. Da kann nicht gleich alles klappen\", meinte Mannheims Frank Mauer, der gestern seinen 25. Geburtstag feierte.
Natürlich möchte die deutsche Auswahl heute in Selb einen Sieg gegen das tschechische Team, gespickt mit nicht weniger als zwölf Spielern aus der Kontinental Hockey League (KHL), einfahren. Was schwer genug werden wird. Ingolstadts Patrick Hager, der gestern zum besten Spieler des deutschen Teams gekürt wurde, kennt dennoch die Marschroute, mit der die Revanche gelingen kann: „International bekommt man nicht viele Torchancen. Die Tschechen hatten gestern auch nicht mehr Gelegenheiten, aber sie haben ihre wenigen halt genutzt. Genau da müssen wir auch ansetzen und auf der anderen Seite hinten weniger zulassen.“
Sicher ist schon jetzt: Cortina wird sein Team personell ändern und auf mehreren Positionen umbauen, um in Selb weitere Varianten zu testen. Eine logische wie nachvollziehbare Maßnahme, denn genau dazu dienen die Vergleiche während der EURO HOCKEY CHALLENGE. Kapitän Michael Wolf: „Wir wollen natürlich heute gewinnen, aber wichtiger als das Resultat zum jetzigen Zeitpunkt ist die Umsetzung des Systems. Das müssen wir in den kommenden Partien, sei es gegen Tschechien oder nächste Woche gegen Schweden perfektionieren.“ Der Iserlohner Stürmer weiß aber auch um die große Herausforderung gegen starke Gegner. Wolf: „Man darf nicht vergessen: Wir sind in jedem Spiel der Außenseiter.