Schweden-Spiele als besondere Motivation für DEB-Team
Pat Cortina hat die Trainingsintensität merklich erhöht. Auch während Vorbereitungsphase III in Krefeld möchte der Bundestrainer das Nationalteam fit machen. Deshalb hat er die Zügel angezogen. Wie schon in der Vorwoche in Regensburg und Selb geht es darum, die konditionellen Grundlagen zu legen. Neben zwei Eis-Einheiten täglich kommen die Spieler zusätzlich in den „Genuss“ mit Fitnesscoach Daniel Müller zu arbeiten. Cortina will, dass sein Team auf den Punkt top fit ist. Also exakt zum Start der 2013 IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft in Finnland und Schweden am 3. Mai. „Wir haben bei der WM sieben Spiele innerhalb von elf Tagen. Da wird meiner Mannschaft physisch alles abverlangt. Da ist die Fitness von zentraler Bedeutung“, sagt der 49 Jahre alte Italo-Kanadier im Interview mit DEL.org.
Pat, was steht diese Woche vor den beiden Vergleichen mit Schweden an?
Cortina: „Die Spieler werden viel arbeiten müssen. Dabei wollen wir an die letzten Vorbereitungswochen anknüpfen und nun einige Dinge verfeinern. In der Defensive haben wir uns gesteigert und verbessert. Jetzt müssen wir auch an der Offensive feilen. Ich möchte die Jungs in verschiedenen Rollen testen. Das können auch Rollen sein, die sie vielleicht im Club nicht haben.“
Keine leichte Aufgabe gegen ein Top Team wie Schweden, oder?
Cortina: „Leicht ist es auf diesem Niveau nie. Gerade die Schweden sind in der Welt bekannt für ihre starke Defensivstruktur. Dazu kommt ihre individuelle Stärke. Aber gegen solche Teams zu spielen, ist für meine Spieler natürlich eine besondere Motivation und Herausforderung. Wir können davon nur lernen.“
Verfolgen Sie die DEL-Finalspiele?
Cortina: „Natürlich. Ich war am Dienstag in Berlin live vor Ort. Ich glaube, dass es noch eine enge Serie werden wird, vermutlich über fünf Spiele.“
Wie viele Spieler würden Sie von den Finalisten Köln und Berlin noch ins Team holen?
Cortina: „Ich glaube, wir haben insgesamt knapp zehn Namen im erweiterten Kader. Ich denke, fünf, sechs davon kommen in die engere Auswahl. Aber so etwas kann man jetzt noch gar nicht sagen, weil wir deren Zustand nach den Finalspielen nicht kennen. Ich versuche ohnehin nur den Fokus auf die mir jetzt zur Verfügung stehenden Spieler zu legen.“
Stichwort NHL! Erwarten Sie Verstärkung aus Übersee und gibt es Kontakt zu den Spielern in Nordamerika?
Cortina: „Auch das können wir nicht beeinflussen. Natürlich gab es Kontakt und die Spieler wissen auch, dass ich mich über ihre Teilnahme freuen würde. Wir müssen abwarten, wer es in die Playoffs schafft und wer nicht. Vorher sollten wir die Spieler sich aber ganz auf die Arbeit bei ihrem Club konzentrieren lassen. Das gebietet auch der Respekt gegenüber ihrem jeweiligen Club. Ich würde es ja als Manager eines Teams auch nicht so toll finden, wenn mein Spieler ständig mit Dingen, die erst nach der Saison anstehen, konfrontiert wird.“