Tacheles - Die Kolumne

Hallo Fans,
hier ist wieder euer „Ulle“.

Nun, nach dem wir zuletzt in Düsseldorf bei der 1:6-Niederlage nicht gerade sonderlich positiv in Erscheinung getreten sind, haben wir am vergangenen Wochenende in meinen Augen die richtige Antwort gegeben. Mit zwei Siegen in Straubing und gegen Iserlohn konnten wir das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt machen.

Klar, jetzt werden einige denken, dass man als Tabellenzweiter gegen Straubing und Iserlohn, die viel weiter unten in der Tabelle stehen, auch locker gewinnen muss. Aber so ist es nicht. Gerade in der jetzigen Saisonphase, wo es besonders für die Mannschaften um Platz zehn um alles geht und die auf dem Eis jeden Zentimeter umdrehen, ist es definitiv nicht einfach, zu bestehen. Und so haben sich die Gegner auch präsentiert. Beide Teams haben uns wirklich alles abverlangt.

Was angesichts der Lage der Liga auch zu erwarten war. Wenn ich mir die Tabelle so anschaue, dann ist klar: Die Fans können sich auf die letzten vier Spieltage so richtig freuen. Alle Partien besitzen Playoff-Charakter. Das werden nochmal heiße Duelle überall, das garantiere ich. Aber besser kann es ja für die Zuschauer nicht sein. Spannung bis zum Schluss. So war es in den letzten Jahren in der DEL schon öfter. Und es bestätigt einmal mehr die Ausgeglichenheit in der Liga.

Bevor ich dazu komme zu erzählen, was bei uns in Mannheim so los ist, muss ich erstmal den Hut ziehen – und zwar vor Mirko Lüdemann. 1.000 DEL-Spiele sind schon eine sensationelle Hausnummer. Ich freue mich, dass er es als erster Spieler überhaupt geschafft hat. „Lüde“ ist nicht nur ein super Spieler, sondern auch ein ganz feiner Kerl. Ich bin stolz, dass ich ihn einige Jahre auf dem Weg hin zur 1.000 begleiten durfte.

Ganz so viele DEL-Spiele wie „Lüde“ hat mein Kumpel Sven-Günter „Felle“ Felski zwar nicht, aber immerhin doch 1000 für die Eisbären. „Felle“ war ja bei seiner Deutschland-Premiere als Co-Kommentator für ServusTV bei unserem Spiel gegen Hamburg dabei. Gleichzeitig war es das erste Heimspiel nach meiner Knieverletzung. Im Vorfeld wollte er mich natürlich als Studiogast in der Drittelpause haben. Kann ich verstehen, denn schließlich fällt einem so ein neuer Job auch wohl leichter, wenn man einen Bekannten neben sich hat. Nachdem er aber davon Wind bekommen hatte, dass ich wieder spielen werde, wurde er offenbar ein bisschen nervös. Zumindest hat er alle Überredungskünste der Welt probiert, um mich zu überzeugen, doch erst eine Woche später das Comeback zu geben und statt zu spielen lieber zu ihm ins Studio kommen sollte. Naja, der Rest ist bekannt. Wir haben zumindest den Abend gemeinsam beim Super Bowl gucken verbracht.

Kommen wir zu Dennis Endras. Mittlerweile weiß ja die ganze Welt, was Dennis Endras den ganzen Tag macht oder wo er ist. Er ist omnipräsent. Ob auf seiner Fanseite auf facebook, als wöchentlicher Werbeträger der LaVita-Kampagne in der EishockeyNews oder seit einigen Wochen auch auf Twitter @Torwart44. Klar, dass man als bunter Hund und A-Promi eine Sonderbehandlung erhält. So wie geschehen zuletzt im Straubinger Hotel. Da nämlich funktionierte seine Chipkarte für die Zimmertüre nicht. Und diese konnte aus irgendwelchen Gründen auch nicht ausgetauscht werden. So trug es sich also zu, dass Dennis, wenn er sein Zimmer wegen Training, Frühstück, Mittagessen oder Teammeeting verließ, immer wieder an der Rezeption jemanden bitten musste, ihm die Zimmertüre zu öffnen, sozusagen ein persönlicher Türöffner. Findet man ja auch nicht alle Tage.

Naja, die einen haben einen persönlichen Türöffner, dafür sehen andere offenbar gut aus. So zumindest hat es ja nach dem Sieg gegen Iserlohn zumindest unser Coach augenzwinkernd formuliert, in dem er sagte, dass die „hübscheste Sturmreihe die hässlichsten Tore geschossen“ habe. Seit dem haben viele bei uns jetzt plötzlich einen Frisörtermin und achten nun mehr auf ihr Äußeres, um vielleicht demnächst auch mal so ein Lob vom Trainer zu bekommen.

Wenn man so durch die Kabine schaut, dann fällt aber in letzter Zeit besonders einer ins Auge. Nämlich Matthias Plachta. Bekanntlich hat der Junge ja leider einen Knöchelbruch und befindet sich derzeit in der Reha. Was mich wundert: Während man zu meiner Zeit als junger Spieler noch im Kraftraum war oder auf dem Fahrrad gesessen hat, um an der Fitness zu arbeiten, geht der Matthias ganz neue Wege: Nämlich Aquajoggen. Jetzt rennt der also jeden Morgen mit ´ner Badehose durch die Kabine, um dann gemeinsam mit dem Fitnesstrainer ins Schwimmbad zu fahren. Das stelle ich mir durchaus amüsant vor. Denn in so einem Hallenbad sind morgens gegen 10 Uhr sicher einige „redselige Trainingspartner“ zu finden. Etwas älter. Und mit Badekappe. Ich hoffe, er hat Spaß.

Naja, das war es von mir für dieses Mal. Einen herzlichen Gruß an euch Fans da draußen sowie an meine Kolumnen-Kollegen Moritz Müller, Felix Petermann und Patrick Köppchen natürlich. Letzterer hat ja angekündigt, dass er Hamburg zum Saisonende verlässt. Wahnsinn, dass immer noch keiner rausbekommen hat, zu welchem DEL-Club er zukünftig wechselt. Es ist und bleibt das große Geheimnis…

Gruß, euer „Ulle“

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