Wolfsburg: „Müssen das Spiel abhaken.“
Und dann wäre da noch Marcel Ohmann. Der Youngster der Haie dreht in den Playoffs mächtig auf und machte sich am Vorabend seines Geburtstags sein schönstes Geschenk. Gegen Wolfsburg erzielte der 22-Jährige bereits seine Playoff-Treffer drei und vier. Damit hat der Angreifer nach sechs Partien bereits doppelt so viele Treffer auf dem Konto wie aus 41 Hauptrunden-Partien. Chapeau!
„Es ist schon witzig“, sagte Ohmann im Anschluss an die Partie gegenüber Radio Köln. „Die ganze Zeit treffe ich nicht und jetzt habe ich schon vier Tore gemacht. Das freut mich natürlich, aber letztlich ist es egal, wer die Tore schießt – Hauptsache einer macht es.“ Eine Erklärung für den Aufschwung lieferte das Kölner Eigengewächs gleich mit: „Ich suche jetzt eher den Abschluss. Früher habe ich immer noch versucht, einen letzten Pass anzubringen. Vor kurzem meinte jedoch Youri Ziffzer zu mir: ‚Junge schieß doch einfach mehr. Du hast doch einen guten Schuss.‘ Diesen Tipp beherzige ich und es scheint zu funktionieren.“
Was bleibt bei den Grizzlys? Die beiden Playoff-Topscorer Norman Milley und Matthew Dzieduszycki waren komplett abgemeldet und sammelten nicht einen Punkt. Goalie Daniar Dshunussow, bisher mit überzeugenden Leistungen in der K.o.-Runde, beendete seinen Arbeitstag nach Gegentor Nummer fünf. Trainer Pavel Gross wollte die Niederlage dennoch nicht überbewerten und gab sich betont gelassen: „Das ist nicht mehr als eine Niederlage. Es ist im Grunde egal, ob du nach Verlängerung 2:3 verlierst oder 2:7. Wir haben direkt nach dem Spiel geredet und wissen, was wir am Freitag besser machen müssen. Wir haken das Spiel jetzt ab und greifen erneut an.“
Hai Marco Sturm, von ServusTV zum „Man of the Match“ gewählt, stieß gegenüber dem TV-Partner der DEL ins gleiche Horn: „Wir freuen uns natürlich über den deutlichen Sieg, aber es ist dennoch nur ein Sieg. Am Freitag gibt es ein neues Spiel und dann müssen wir erneut hellwach sein.“
Dennoch, ein 7:2 ist eine klare Ansage und Wolfsburg wird zeigen müssen, dass es die herbe Niederlage wirklich aus dem Kopf bekommen hat.